Annika I. auf dem Münchner Oktoberfest



Der Wein- und Kulturverein hat am Samstag sein Weinfest gefeiert und mit Lena Brauburger die amtierende Weinkönigin erneut inthronisiert. Mehr als 500 Gäste kamen auf das unter der Federführung von Marco Seidel dekorierte Gelände des Kleintierzuchtvereins, das dementsprechend zeitweise aus allen Nähten platzte. „Das hat unsere Erwartungen übertroffen“, bilanzierte Cheforganisator Christian Bausch.
Wie Schatzmeister Bausch in seiner Eröffnungsrede darstellte, hatte man 2007 noch „im kleinen Rahmen“ ein Sommerfest im Klubheim des SV Nieder-Wöllstadt gefeiert. Heuer gingen die Weinfreunde erstmals unter dem Titel „Weinfest“ zum Kleintierzuchtverein, bei dem sich Bausch für die Gastfreundschaft bedankte und den Vorsitzenden Rainer Zink begrüßte.
Für 19:30 Uhr hatten die WKV-Organisatoren den Beginn angesetzt, bereits eine Dreiviertelstunde zuvor standen die ersten Gäste am Verköstigungsstand des Partyservices. Das ideale Wetter lockte die Besucher an, und so mussten mehrmals antialkoholische Getränke sowie Weine nachgeholt werden.
Als besonderen Leckerbissen boten die Weinfreunde Pfälzer Wein von der Wachtenburger Winzergemeinschaft aus Wachenheim an der Weinstraße. Zudem wurden beispielsweise Sangria und Cocktails gereicht. Höhepunkt des Abends war wie bereits im vergangenen Jahr die Inthronisierung der Weinkönigin. Mit Lena Brauburger gab es nur eine Kandidatin, die vom Publikum einstimmig gewählt wurde. Sie konnte sich vom Ersten Vorsitzenden Sebastian Briel sowie Veranstaltungschef Christian Bausch erneut die Schärpe umlegen und die Krone aufsetzen lassen. In ihrer Rede verwies die Regentin darauf, es habe für sie im ersten jähr als Weinkönigin schon viele schöne Erlebnisse gegeben. Sie erwähnte in diesem Zusammenhang den Empfang der hessischen Hoheiten auf dem Schloss Biebrich in Wiesbaden und ihre erste offizielle Rede als Weinkönigin beim Familienabend des Gesangvereins Concordia. Es sei ihr eine Ehre, Weinkönigin zu sein und ein zweites Mal das Amt auszuüben. Die 18-jährige Wöllstädterin besucht die 13. Klasse der St.-Lioba-Schule in Bad Nauheim und belegt die Leistungskurse Englisch und Französisch. Ihr Lieblingswein ist ein Portugieser Weißherbst.
Weinkönigin Lena I. zu Gast in Wiesbaden
Rund 140 ehrenamtliche Majestäten samt ihrem Hofstaat waren am Wochenende zum Empfang des hessischen Mini- sterpräsidenten Roland Koch ins Biebricher Schloss nach Wiesbaden eingeladen. In den fürstlichen Räumen boten sie ein ebenso festliches wie farbenprächtiges Bild.
Zu den gutgelaunten Gästen aus allen Teilen Hessens, die in majestätischen Roben oder passender Amtstracht die historischen Räume mit Leben erfüllten, gehörten auch Vertreter aus der Wetterau: die Steinfurther Rosenkönigin Dorothee Acker mit den Prinzessinnen Meike Steinhauer und Julia Hartmann, die Florstädter Ziegenprinzessin Alke Kurschat, die Bad Vilbeler Quellenkönigin Magdalena Pietsch, die Rosbacher Blütenkönigin Milena Grein mit den Blütenprinzessinnen Celine und Fabienne Peukert, die Wöllstädter Weinkönigin Lena Brauburger, die Büdinger Apfelblütenkönigin Jennifer Nardi mit dem Apelweinkönig Helmut Lehr und Apfelprinz Daniel Bogolevic, »Miss Vulkania« Janice Tennent aus Gedern, die Niederdorfelder Kürbiskönigin Nadine Gottwals und die Büdesheimer Laternenkönigin Meike Roß mit den Hofdamen Tina und Aylin.
Seit dem Jahre 2000 lädt Ministerpräsident Koch alljährlich die jeweils amtierenden »Hessischen Hoheiten« ein, die in ihrer Funktion mit großem ehrenamtlichem Engagement für ihre Gemeinde, ihre Stadt, eine Region oder das Land werben. Er wolle damit allen für ihren engagierten ehrenamtlichen Einsatz danken und ihnen Gelegenheit geben, ihre Erfahrungen auszutauschen, sagte er. »Sie alle machen als Symbol, Botschafter und Repräsentanten in unserem Land etwas sichtbar: den Wunsch nach Gemeinschaft. Ohne sie wäre unser Land sehr viel ärmer. Ärmer an Tradition und Farben. Denn sie‘ zeigen die Vielfalt Hessens vom nördlichsten bis in den südlichsten Zipfel unseres Landes, von Ost bis West.« Koch schloss in seinen Dank auch all diejenigen ein, »die im Hintergrund mitarbeiten, damit sie Ihre Aufgabe erfüllen können.« Er wisse aber auch, dass dieses ehrenamtliche Engagement trotz allem Aufwand und aller Arbeit jedem einzelnen Freude bereite. Und dazu solle auch dieser Nachmittag beitragen.